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Arbeitsförderung
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"Arbeit ist das halbe Leben" ist ein häufig gehörtes Sprichwort. Auch für Menschen mit geistiger Behinderung stellt eine sinnvolle Beschäftigung einen zentralen Bereich ihres Lebens dar. Ein großer Teil des Selbstwertgefühls resultiert aus Erfolgserlebnissen, die im beruflichen Umfeld erfahren werden. Die im Behindertenzentrum betreuten Menschen sind zwar nicht in der Lage, in einer "Werkstatt für Menschen mit Behinderung" zu arbeiten, erleben aber die Beschäftigungs- und Förderangebote als erfüllende Aufgaben. Arbeiten dürfen bewirkt andauerndes Lernen, vermittelt Zeitstruktur und ein Gefühl für Leistung und Anerkennung, Anspannung und Entspannung. Arbeit ist der Rahmen für soziales Lernen, für ein Miteinander und Füreinander. Die im Behindertenzentrum angebotenen Arbeiten und Förderangebote sind Spiegel gesellschaftlich relevanter Arbeitsplätze. In großer inhaltlicher Breite kann den Interessen, Neigungen und Fähigkeiten des Einzelnen weitgehend entsprochen werden. Handwerkliches Arbeiten in Einzel- und Serienfertigung, kreatives Gestalten, Musizieren und hauswirtschaftliche Tätigkeiten werden in Gruppen oder Einzelbetreuung eingeübt. |
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Durch den angelegten Maßstab der "Marktfähigkeit" der selbstentworfenen und hergestellten Objekte erleben die Betreuten "normale" Arbeitswelt, denn auf jährlichen Veranstaltungen wie dem Sommerfest und dem Weihnachtsbasar werden die ange-fertigten Gegenstände verkauft. |
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| Angebotene Aufgaben und eingesetzte Materialien sind: Pappmachéarbeiten, textiles und bildnerisches Gestalten, einfache Holzarbeiten, Arbeiten mit Papier und Filz, Paillet-tenarbeiten und vieles mehr. Die behinderungsbedingten Einschränkungen der Betreu |
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| Die Arbeiten werden analysiert und differenziert gestuft in arbeitsteiligen oder arbeits-gleichen Verfahren angeboten. Jeder Betreute kann in Arbeitsprozesse integriert sein, selbst wenn Grundarbeitsfähigkeiten noch in Anbahnung und Entwicklung begriffen sind. Ein niedriger Entwicklungsstand, hohe Ablenkbarkeit, affektive Spannungslagen oder Ängste der Betreuten erfordern Einzelförderungsmaßnahmen durch die pädagogischen Mitarbeiter. | ||
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1994 wurde die Pantomimegruppe mit dem Ziel der Verbesserung der Ausdrucksfähigkeit und der Vergrößerung kreativer Potentiale gegründet und hatte seitdem die Möglichkeit, bei erfolgreichen internen und öffentlichen Auftritten ihre Entwicklung unter Beweis zu stellen. Jede pantomimische Darstellung setzt geistige Vorstellung der geforderten Bewegung des darzustellenden Gegenstandes voraus. Einstudiert wird durch reales Begreifen, Handeln und eingeübtes Umsetzen in Bewegung. |
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| Den Menschen mit geistiger Behinderung erschließt sich ihr Umfeld, sie verstehen, erfahren und verbessern ihre Wahr-nehmungsleistungen, Koordination und das Gleichgewicht - das Körperbild wird entwickelt. Das Erbringen panto-mimischer Leistungen hat spielerisch die Kognition und das Ausdrucksvermögen verbessert. | ![]() |
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| Durch die Mitgliedschaft in der Gruppe "Pantonoptikum" konnten das Sozialverhalten, die Arbeitsgrundfertigkeiten und die sozio-emotionalen Fähigkeiten der Beteiligten verbessert werden. Eine Studentin der Humboldt-Universität in Berlin hat in den Jahren 2001/2002 die Arbeit der Pantomimegruppe wissenschaftlich begleitet und ihre Diplomarbeit darüber verfasst. |
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In unserer Schreibgruppe fördern wir individuell die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen. Vorhandenes Wissen wird vertieft und Neues dazugelernt bzw. Defizite aufgeholt. Alltagsbezogene, lebensnahe Themen werden aufgegriffen und für den Unterricht aufbereitet (z. B. Schreiben des Namens, Arbeitsmaterialien, Lebensmittel, Liedertexte, Jahreslauf). Zahlenräume werden erschlossen, Mengen und Formen unterschieden und der Umgang mit Geld geübt. |
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| Zur Förderung der Teilnehmer wird auch der PC eingesetzt. Durch die Benutzung von Mal- und Spielprogrammen werden die Teilnehmer mit diesem Medium vertraut gemacht und mit Hilfe von Lernprogrammen gezielt gefördert. Die erworbenen Kenntnisse wirken sich positiv auf die Selbständigkeit und die Sicherheit im Alltag aus. Auch erleichtern sie somit die Teilnahme am öffentlichen Leben. |
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Ein weiterer Baustein im Katalog der Maßnahmen zur umfassenden Förderung der Behinderten ist die musikalische Arbeit. Ausgehend von dem Gedanken, "jeder kann irgend etwas" gilt es, zunächst herauszufinden, was schlummert in jedem Einzelnen, wo ist der jeweilige individuelle musikalische Ansatzpunkt und wie kann eine Ansprache erfolgen, die eine auf Musik ausgerichtete Betätigung ermöglicht. Dies geschieht auf zwei Ebenen: einerseits in der Einzel- und Kleingruppenarbeit und andererseits im Rahmen von Chor, Orchester und Tanzgruppe. Mehr Informationen (incl. Tonbeispiele) erhalten Sie im Bereich Musiktherapie. |
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Freies Malen und Gestalten bietet die Möglichkeit, sich selbst unmittelbar auszudrücken. Gerade den Menschen, die sich weniger verbal ausdrücken können, dient die bildnerische Arbeit im besonderen Maße der Mitteilung und der Kommunikation. |
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| Die angebotenen Gestaltungsmaterialien (Farbe, Wachs- und Buntstifte, Kleister und Ton) motivieren zum spielerischen Umgang und eignen sich, Stimmungen, motorische Impulse und Konflikte auszudrücken. Innerhalb der individuellen Kleingruppen- und Einzelarbeit erweitern gezielte Anregungen das persönliche Ausdrucksvermögen, die Materialkompetenz und die Selbstentwicklung. | ![]() |
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Jede der vier "Basisgruppen" des Behindertenzentrums hat einmal wöchentlich einen Kochtag. Am Vortag wird gemeinsam beschlossen, was gekocht wird und es werden die Einkäufe erledigt. Jeder beteiligt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten an den zum Kochen gehörenden Tätigkeiten. |
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| Zu den weiteren hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, die regel Alle diese Tätigkeiten sind unverzichtbare Bestandteile des alltäglichen Lebens. Sie müssen ob gern oder ungern regelmäßig ausgeübt werden und gehören zu einem Erwachsenenleben nun einmal dazu. |
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